FREIRAUM

1 1/2 Jahre ist es her, dass dieser Blog aktualisiert wurde. Inzwischen bin ich 20 Jahre alt, habe mein Abitur, bin noch mit meinem Freund zusammen, der in Berlin studiert, wohne noch zuhause, mache dort ein FSJ.

Und frage mich, wo ich meinen Freiraum gelassen habe. Wo ich mich gelassen habe?! War es ein Fehler mein Leben so zu leben, wie ich es die letzten zwei, drei Jahre getan habe. Ich frage mich seit Monaten, wo ich bin. Wer ich bin und wer ich sein möchte... Dabei wird mein Drang nach Freiheit immer größer, aber wie finde ich Freiheit? Oder was ist Freiheit?
Gestern wäre ich fast durchgedreht, nachdem ich Werbung im Fernsehen nur gehört habe... ich möchte nicht mehr von Werbung umgeben sein... ich möchte manchmal nicht mal mehr von dieser Gesellschaft umgeben sein.
Aber vielleicht liegt es am Vertrauen... dass ich vielen Menschen nicht genügend Vertrauen entgegenbringen kann. Vielleicht sind mir die Dinge, die mir wichtig sein sollten, nicht wichtig genug. Wie möchte ich leben? Und mit wem? Und wo?
Und was ist Freiheit? Wie schaffe ich sie mir? Dieser Drang nach Freiheit, Selbstbestimmtheit... er wird immer größer und umso mehr ich darüber nachdenke umso mehr denke ich, dass ich ihn schon viel zu lange viel zu klein gehalten habe.
In einem früheren Eintrag habe ich geschrieben "ich bin ich, nicht mehr und nicht weniger". aber wer bin ich?
ich muss sagen, ich gefalle mir selbst nicht mehr. aber ich weiß noch nicht, wie ich aus mir den menschen mache, der ich sein möchte. denn ich habe das gefühl, dass es dafür auch keine richtschnur gibt. ich will kein model sein oder modelmaße haben. ich kann nicht perfekt sein, weil es keine perfekten menschen gibt. ich will akzeptiert werden, aber welcher mensch wird wirklich vollständig akzeptiert? ich will respektiert und ernst genommen werden und doch wird über mich gelästert... Was ist der Grund? Erleichterung? Bestätigung?
Ein früherer Lehrer hat einmal gesagt, dass alle Menschen nach Bestätigung streben. Das dies das Grundbedürfnis der Menschen sei. Und ja, es stimmt.
Aber was ist, wenn man nicht so ist, wie die Gesellschaft denkt das es richtig ist? Und was ist, wenn man dann Menschen findet, bei denen man denkt, sie seien einem ähnlich... um dann zu erkennen, dass sie, genauso wie man selbst, Regelungen und Mechanismen unterworfen sind, denen man nicht entrinnen kann...
und die so verletzend sein können.
Wie finde ich Freiraum? Die Interaktion mit anderen Menschen bleibt nicht aus, ich möchte auch Kontakte, Freundschaften behalten. Aber wieviel will ich ertragen oder andersherum wie viel will ich erhalten?
Seit Jahren habe ich immer und immer wieder nach einem Mittelmaß gesucht, immer und immer wieder.... Und dieses Mittelmaß habe ich versucht zu finden, indem ich angefangen habe meinen Gefühle Spielraum einzuräumen. Um es dann mit meinem Verstand zu prüfen.
Ich glaube es gibt kein Mittelmaß. Es wird immer etwas überwiegen. Gefühle sind unkontrollierbar.
Und doch ist mein Verstand übermächtig, müsste ich beides kürzen?
ich muss noch über vieles nachdenken...

april 2009

1 Kommentar 8.4.09 13:27, kommentieren

Zu viel Arbeit? Tja... na und?

Nicht nur meine Blog Einträge werden seltener, nein auch meine Kommentare Eigentlich schade, aber vermutlich auch verständlich *lach*
Trotzdem... manchmal frage ich mich, warum ich diesen Blog nicht einfach lösche... doch es will mir nicht übers Herz, vor allem nachdem ich vor langer Zeit einmal von einer Mitschülerin gehört habe, dass einiges sie doch berührt hat, weil sie sich einfach nicht mehr ganz so alleine vorgekommen ist. Denn letztlich kämpfen wir ja doch alle mit den Dingen. Oder eben auch nicht.

Irgendwie bin ich immer noch der Ansicht, dass das Leben einen nur stärker machen kann, vorausgesetzt man lässt zu. Man erlebt und man strengt sich an. Klar... manchmal ist der einfachere Weg sich in der Passivität zu suhlen oder einfach nur das Nötigste zu machen und natürlich ist es auch falsch, sich selbst vor lauter Arbeit zugrunde zu richten... Doch nur die Waagschale kann ein Gleichgewicht herstellen. Und nur jeder kann für sich selbst beurteilen, wie viel er sich selbst zumuten möchte und auch kann.
Denn wenn man anfangs wirklich denkt, dass die eigene Gesundheit ganz egal ist und man einfach nur arbeiten, arbeiten und arbeiten muss um noch mehr Leitsung und Erfolge zu erzielen. Gut. Dann ist das dessen Entscheidung.
Ich habe auch lange so gelebt und verfalle auch heute noch leicht in dieses Schema. Aber inzwischen... es ist zuviel passiert. Ich hab genug Lektionen gehabt um zu sehen, dass es genug ist. Dass ich zwar ohne Arbeit nicht auskomme, aber das alles in meinem eigenen Ermessen liegt... und ich kann und darf mich nicht weiter verrückt machen, ich muss akzeptieren, dass Vertrauen in die Zukunft zu haben nicht nur Passivität bedeutet
Es ist meine Verwantwortung und ich akzeptiere dies. Ich hoffe das andere das auch akzeptieren und anwenden können. Doch die Durchsetzung solcher Gedanken liegt ebenfall in der Hand jeden Einzelnen.
Ich werde mein Bestes geben, doch Schule ist nicht länger mein Leben. Ich brauche kein Abitur, ich komm auch so klar, ganz sicher =) Und außerdem... meine Kunstprojekte bleiben absolut auf der Strecke, ganz schön traurig. Aber das muss ja auch nicht so bleiben =)
Und bald werden hier auch wieder neue Fotos und Bilder von meinen Arbeiten erscheinen, zumindest habe ich mir das ziemlich fest vorgenommen Vielleicht kommt ja irgendwann auch meine kreative Schreibader wieder. Wer weiß, die Zeit wird es zeigen =)

So und nun schau ich mal, was ich noch Schönes mache
Alles Liebe Julia

25.11.07 18:56, kommentieren

Gedanken einer Wahnsinnigen? ^^

Langsam neigen sich die Ferien dem Ende... die letzten Sommerferien meines Lebens... ein wenig melancholisch werde ich bei dem Gedanken schon, aber das ist bei mir ja auch nichts neues mehr *lach* Mal zu nachdenklich, dann wieder zu aufgedreht, dann zu laut... es war ja schon immer so... und es wird sich vermutlich kaum ändern... schon seltsam, dass es trotzdem so viele Menschen immer noch mit mir aushalten und mich lieb haben *g* Vielleicht sind es einfach auch nur Macken, die irgendwie jeder besitzt... und ich bemühe mich ja trotzdem, da zu sein. Aber es ist manchmal schon sehr verwunderlich, welche Wege das Leben einschlägt und wie viele Menschen man dabei verlässt, den Rücken zudreht oder ich weiß nicht. Eigentlich passiert es immer zufällig und ehe man sich versieht ist es schon passiert. Und wenige bleiben. Leider.
Ich habe keine Ahnung wie es in einem Jahr aussehen soll, wenn sich alle in die verschiedenen Himmelsrichtungen verteilen...
Wie viele Kontakte bleiben bestehen? Wie viele meiner Allerliebsten? Ich höre jetzt schon wieder die Stimmen in meinem Kopf, die mir abraten... die mir sagen, dass ich mir einfach zu viele Sorgen und Gedanken mache.. wie immer... sehe ich das Leben zu ernst? Bin ich... spießig?
Manchmal denke ich, dass mich meine Krankheiten einfach so gezeichnet haben, dass ich so geworden bin, so dass ich nichts zu leicht nehmen kann... vieles, aber nicht alles. Ich denke fast, dass es wie eine Probe war, ich hätte daran zerbrechen können, an all dem, aber gleichzeitig war es zu schaffen und es hat mich geprägt, aber das Menschen klar zu machen ist ein Ding der Unmöglichkeit, denn meine Gefühle und Gedanken gehören alleine mir, da ich die Einzige bin, die sie verstehen kann. Auch wenn ich es versuche... es wird immer eine Gedanken oder Gefühlsmauer bestehen bleiben und dahinter bin ich alleine. Es ist auf eine gewisse Art und Weise richtig, sehr richtig. Denn ich bin ich.
Doch es bringt mich manchmal zum verzweifeln, denn wenn man einmal einsam war, wünscht man sich nur, dass diese Einsamkeit irgendwann verschwindet und daran habe ich auch sehr lange geglaubt... dass sie verschwinden kann und verschwinden wird.Weil es so ist. Aber immer und immer mehr zerbricht diese Vorstellung und das Einzige was mir daraus bleibt ist die Hoffnung, daraus das Beste zu machen. Die Hoffnung, dass dieses Ich, so wie es momentan ist, reichen muss und reichen wird um ... ja um was? Vielleicht um die Welt ein klein wenig heller zu gestalten... wie? Das weiß ich auch noch nicht so genau, aber ... ich werde versuchen mir treu zu sein und Vertrauen haben, in diese verkorkste, seltsame, widersprüchliche Welt, denn sie hat mich geschaffen... warum soll ich nicht auch sie mit schaffen?

21.8.07 21:33, kommentieren

Nach ewiger Zeit öffne ich mal wieder meinen Blog und erblicke eine erschreckende Zahl: 13.02.07 O.o Nun sind es schon fast 2 ganze Monate, in denen dieser Blog brach liegt... doch erschreckend wie schnell die Zeit vergeht, wie wenig Zeit eigentlich bleibt und wieviel man doch zu erledigen hat... Schließlich gibt es da nicht nur die Schule (oder bei anderen wohl die Arbeit), nein neben den alltäglichen Hausaufgaben und dem Klausurlernen, türmen sich obendrauf noch ein wenig Hausarbeit und Aufräumen, Freunde, der eigene Freund, all die vielen Freizeitaktivitäten, wie ausgehen, tanzen oder auch lesen, chaten und und und... man lebt, einfach so, plötzlich ist dort die Erkenntnis, dass man mitten im Leben steht und doch... verloren drin steht. Vieles versucht man zu lenken, sein eigenes Leben zu führen und nicht führen zu lassen... doch leider gibt es doch so viele Verpflichtungen, aber auch Wünsche und Träume, die man einfach ausleben möchte... und ab und zu sehnt man sich dann doch eine gewisse Ruhe herbei. Eine Art Zeitloch, in dem man einfach zur Ruhe kommt. Egal wer oder was auf einen wartet, all dies möchte man einfach nur noch hinter sich lassen und die Ruhe und Stille genießen. Es ist ein starker Wunschtraum, doch das schrecklichste an dieser Sehnsucht ist, dass auch unsere Welt, unsere Konsumwelt wohlgemerkt, selbst daraus Profit schlägt. So liest man plötzlich von dem neusten Yoga oder Reiki oder sonstigen Entspannungshotels. Unsere Welt dreht sich viel zu schnell, alles ist von einer Uhr und unserer Lebenszeit abhängig und dem was wir nocht erledigen müssen oder wollen, selbst wenn wir es aus tiefstem Wunsch tun. Und doch hilft mir das teure Entspannungs- und Relaxhotel für noch so viel Geld nichts, wenn ich nichts selbst bereit bin, eine tiefe Ruhe zu finden. Mir selbst einen Freiraum schaffe... es ist so gut wie unmöglich, und doch sind wir eigentlich dazu gezwungen uns diese Freiräume zu schaffen, um weiter wirklich leben zu können. Wie viel wir eigentlich konsumieren, kann uns nur bewusst werden, wenn wir uns die Zeit nehmen darüber nachzudenken und zu reflektieren. Wie viel davon ist eigentlich wirklich nötig? Und wieviel brauchen wir davon? Oder wieviel glauben wir brauchen zu müssen? Und wenn wir dann erkennen, dass es eigentlich gar nicht so viel ist, was wir w i r k l i c h brauchen, dann ist es meist schon viel zu spät, weil wir in unserer Gesellschaft eigentlich schon viel zu sehr geprägt sind. Egal wie wir es anstellen, wir können dieser Welt einfach nicht enfliehen, wie sehr wir uns auch bemühen...
Nun ja, viele Gedanken geistern momentan in meinem Kopf herum, wie wohl immer, woran mich mein Freund doch erinnerte... Freiräume wären toll, Stille und gedankenlose, beruhigende Zeiten wären toll... und ich möchte der Welt nur entfliehen, dies werd ich nun erstmal ein paar wenige Stunde in die WElt der Träume... und morgen den Tag neu beginnen, mit einem straffen Zeitplan und viel Action, wie immer... und am Abend werde ich mir Zeit nehmen, für einzig und alleine mich... ohne den ganzen Quatsch dadrum herum... denn was bleibt uns Menschen eigentlich noch von uns selbst? Was haben wir mehr, als unsere Gedanken?

Auf eine Nacht mit tiefen Träumen...

1 Kommentar 4.4.07 23:03, kommentieren

new Poems =)

Freu mich über jeden, der einen Blick hinein wirft (Februar 2007) und der seine Kritik hier lassen könnte... meine Gedichte werden zusehens positiver, ein wenig befremdlich ist das schon, aber naja... auch mal toll, dass ich solch positiven Gefühle haben, dass ich auch den Drang habe darüber zu schreiben

Eine schöne Woche und so =)

13.2.07 16:30, kommentieren

Abends...

Ja nun ist wieder abend.... vor zwei Tagen hab ich meine Theorie Prüfng fürn Führerschein bestanden, hab heute jede Menge Karten schon für meinen Geburtstag gebastelt und mhh... eigentlich dachte ich die letzten Tage wirklich nur, dass ich einer der glücklichsten Menschen momentan bin...
Es läuft so vieles sooo gut... aber manchmal, vor allem abends gerate ich dann doch wieder ins nachdenken... mein Vater ist immer noch gesundheitlich angeschlagen und es scheint nicht besser zu werden... plötzlich mache ich mir mehr Sorgen als vorher, bekomme regelrecht Angst... und auch wenn alles nicht lebensbedrohlich ist, so denke ich doch auf einmal darüber nach, was passiert.... was wird passieren... irgendwann sind meine Eltern eben doch nicht mehr da... als Kind hat man immer noch diese Vorstellung, dass Eltern unverwundbar sind... ja ihre Fehlbarkeit wird immer offensichtlicher umso älter man selbst wird... und dann die Vorstellung,irgendwann wird das auch enden... Der Gedanke an den Tod scheint mich momentan doch zu verfolgen... ich liebe inzwischen so viele Menschen und doch wird all dies irgendwann enden... einfach vorbei sein, es könnte jeden Moment passieren und ich bekomme furchtbare Angst...
und dann fängt meine Vergangenheit wieder an sich in mein Leben zu schleichen, ganz leise klopft sie an und sieht nach, ob ich noch da bin... das sind die Momente in denen ich das Gefühl habe, zu zerbrechen... ich werde meiner Stärke bewusst, aber noch viel, viel mehr meiner eigenen Schwäche und Hilflosigkeit... gegenüber mir selbst und meinen Mitmenschen... dann hilft es mir immer einen solch starken Panzer aufzubauen, dass ich niemanden mehr an mich heranlassen möchte... es fällt schwer es dann doch zuzulassen...inzwischen geht das besser als früher, doch trotzdem ist das Einkapseln in sich selbst, so gewohnt, so angenehm und so... leicht... Ich weiß, dass ich dabei einfach nur vor der Realität weglaufe, mich umdrehe und wegrenne vor der Welt die außerhalb meiner eigenen liegt... So ist es doch einfacher sich nur auf sich selbst zu konzentrieren, nur auf das was in einem selbst vorgeht und sich einzureden, dass es niemand verstehen wird... und man weiß auf eine gewisse Weise, dass dies auch der Fall ist... Vielleicht sind wir Menschen uns doch sehr ähnlich, aber ... es ist die Leere, die Erinnerung und der Schmerz... das sind diese "bedeutungslosen" Wörter die nicht zu erklären sind, nicht zum nachvollziehen... und man selbst zerbricht nicht, doch man schließt sich ein, denn es ist leichter....

7.2.07 22:39, kommentieren

Januar

Was Gedichte angeht, war der Januar leider nicht allzu ergiebig,trotzdem habe ich mir einmal erlaubt, sie hochzuladen =) Viel Freude damit...

Ansonsten ist wohl doch einiges im Umbruch... und mhh... mal abwarten was die Zukunft mit sich bringt...

Julia

30.1.07 20:43, kommentieren